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Zusammen Österreich

Am Mittwoch, dem 15. Februar 2017 fand im Festsaal unserer Schule ein Vortrag der Organisation Zusammen Österreich statt, welchen die 7. Klassen, die 8. Klassen und zwei 6. Klassen besuchten und welcher von der Schülervertretung und Herrn Professor Wette organisiert wurde. Die Organisation wurde vor fünf Jahren gegründet, möchte mit Vorurteilen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund aufräumen und Motivation für Schule und Bildung schaffen.

Der Integrationsbotschafter Onur Yavuz, der bei uns seine Premiere im Auftrag der Organisation hatte, die beiden Integrationsbotschafterinnen Seyma Genc und Elnara Zülfüqarova und die Projektmitarbeiterin Monika Gamillscheg nahmen sich unseren Schülerinnen und Schülern an.

Zur Einstimmung nannte die Projektmitarbeiterin einige Vorurteile, die häufig als solche genannt werden und die SchülerInnen sollten aufstehen, bzw. sitzenbleiben je nachdem, ob sie der Aussage zustimmten oder nicht. Ziel war es zu zeigen, wie viele Vorurteile man eigentlich hat, ohne jemals wirklich darüber nachzudenken, beispielsweise „Italiener kochen die besten Spaghetti“, „Brasilianer spielen am besten Fußball“ oder „Frauen können nicht einparken“.

Danach schilderten die drei Integrationsbotschafter ihre jeweilige Geschichte und erzählten von ihrem mehr oder weniger holprigen weg nach Österreich. Des Weiteren wurden Momente geschildert, die sehr stark von irgendwelchen Vorurteilen geprägt waren und die den dreien dadurch besonders im Gedächtnis geblieben sind. Darunter zum Beispiel Aussagen wie: „Es wäre besser, wenn Ihre Tochter mit der Schule aufhört, sie schafft sowieso keine weiterführende Schule.“, als Rat an den Vater oder „Vo an Tschusch loss i ma ned höfn!“ als Antwort auf die höfliche Frage, ob eine ältere Dame Hilfe mit ihrem Gepäck bräuchte.

Zum Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, um bestimmte Details zum Erzählten zu erfahren, um Aspekte, die nicht erzählt wurden, kennenzulernen und um persönliche Meinungen rund um das Thema Integration herauszufinden.

Es war ein äußerst informativer und auch bewegender Vormittag, von dem bestimmt jeder für sich selbst etwas mitnehmen konnte, unter anderem, dass die Sprache das Um und Auf ist und dass man nie aufgeben darf, wenn man an etwas glaubt, egal, wie niederschmetternd manche Ereignisse auch sein mögen.

Herzlichen Dank an die drei Integrationsbotschafter, die Ehrenamtlich in ihrer Freizeit für solche Schulbesuche zur Verfügung stehen und das Team der Medienkunde für die Mitschnitte und Fotos!

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